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Eine App geht auf Reisen

Datum: 09.06.2017

Kategorie: Kultur

 

Museen und Schulen zusammen führen. Diese Idee steckt hinter dem Projekt Museum bildet und der interaktiven Web-App MUSbi, die die KulturServiceStelle des Bezirks Oberfrankens Ende 2014 erfolgreich auf den Weg gebracht hatte. Mittlerweile sind über 120 museumspädagogische Programme von 40 Museen in Oberfranken enthalten. Durch eine nun geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen den Bezirken Oberfranken und Unterfranken werden zukünftig auch unterfränkische Angebote in die Web-App integriert.

„MUSbi ist ein voller Erfolg. Ich freue mich, dass unser Projekt nun auch in Unterfranken zum Tragen kommt“, begrüßte der oberfränkische Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler im Beisein von Prof. Günter Dippold (Bezirksheimatpfleger Oberfranken), Prof. Klaus Reder (Bezirksheimatpfleger Unterfranken) und der Leiterin der KulturServiceStelle des Bezirks, Barbara Christoph, seinen unterfränkischen Amtskollegen Erwin Dotzel in der Bezirksverwaltung in Bayreuth zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Bei dem Termin wurde das Ziel der interaktiven Web-App nochmals deutlich: Schulen und Museen sollen näher zueinander finden und hochwertige museumspädagogische Angebote schulgerecht aufbereitet und präsentiert werden. „Das Modellprojekt war von Beginn an für ganz Bayern angelegt. Wir freuen uns, dass nun der erste Schritt für eine flächendeckende Einführung dieses interessanten Projekts gemacht wird“, erinnerte Dr. Günther Denzler an den Startschuss vor knapp drei Jahren, der im Beisein von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in der KulturServiceStelle des Bezirks Oberfranken stattfand.

Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Bezirken können ab sofort auch unterfränkische Museen ihre qualifizierten museumspädagogischen Angebote einfach und kostenlos ins Internet stellen. Lehrkräfte und Schüler profitieren davon, in dem sie passgenau nach Fächern, Jahrgangsstufen, Schularten oder nach der Lage des Museums sortierte Lernangebote aus den Angeboten herausfiltern können. „Uns geht es nicht um mehr museale Angebote. Uns geht es in erster Linie darum, in unseren Museen hohe Qualitätsstandards zu erreichen und diese über eine Bewertungsfunktion auch langfristig sicherzustellen“, erklärte Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler.

Einen Ansatz, den auch der Bezirk Unterfranken in der Museumsarbeit verfolgt, wie der unterfränkische Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel erläuterte. Er unterstrich die Bedeutung einer Kooperation zwischen der Museumslandschaft und den schulischen Einrichtungen und freute sich über das Zustandekommen der Zusammenarbeit. „Wir haben das Projekt seit knapp einem Jahr sehr intensiv mit einer pädagogischen Fachkraft begleitet und möchten MUSbi nun auch für unterfränkische Angebote öffnen“, zeigte sich Erwin Dotzel beeindruckt von der Web-App. Er bot im Rahmen der Vertragsunterzeichnung weitere Kooperationen im Bereich der Museumsarbeit an, etwa beim gegenseitigen Austausch von Wanderausstellungen.


INFO:
Die KulturServiceStelle des Bezirks Oberfranken hat ihren Sitz im Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte in Bayreuth. Sie ist zuständig für die Beratung von Privatpersonen, Vereinen, Kommunen und sonstigen Institutionen auf den Feldern Museum, Theater und Literatur. Sie arbeitet dabei eng mit einschlägigen Fachstellen des Freistaats Bayern oder den jeweiligen Arbeitsgemeinschaften in Oberfranken zusammen. Die KulturServiceStelle regt selbst Projekte an oder führt kulturelle Veranstaltungen durch.

MUSbi ist ein bayernweit einmaliges Modellprojekt der KulturServiceStelle des Bezirks Oberfranken und des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, in dessen Rahmen drei Lehrkräfte über das Museumspädagogische Zentrum München (MPZ) an die KulturServiceStelle in Bayreuth angebunden sind. Ziele des bayernweiten Modellprojektes sind die Schaffung von Strukturen zur Förderung der Partnerschaft von Museum und Schule in Oberfranken und der Aufbau der Web-App musbi.de mit maßgeschneiderten und qualifizierten Angeboten für Schulen.

Ausgangspunkt für das Modellprojekt war eine gemeinsame Fachtagung des Bezirks Oberfranken und der Hanns-Seidel-Stiftung in Kloster Banz unter dem Titel „Museum und Schule – Erfolgreiche Partner?“ im Jahr 2009. Dort wurde deutlich, dass Museen und Schulen zu wenig voneinander wissen und teils gegenläufige Erwartungen aneinander haben. „Die strukturellen Defizite zu beheben war eines unserer Kernanliegen. Wir wollen Schnittstelle zwischen diesen beiden Welten sein“, erläutert Barbara Christoph, Leiterin der KulturServiceStelle.

Ansprechpartner:

Barbara Christoph M.A.
Leiterin der KulturServiceStelle

Telefon:
Fax:

(09 21) 78 46-14 30
(09 21) 78 46-9 14 30

 

2007 Bezirk Oberfranken